Wie ein Game entsteht
Vom Briefing bis zum ersten Spiel am Event. Wir entwickeln Games komplett inhouse, von der Spielidee über die Programmierung bis zur gebauten Hülle. Ein Blick auf die Schritte dazwischen.
Am Anfang steht die Botschaft, nicht das Spiel
Ein Game für eine Marke beginnt mit der Frage, was die Leute danach mitnehmen sollen. Erst dann suchen wir die Spielmechanik, die genau das erlebbar macht.
Für die Visana Sprint Roadshow war die Botschafterin die Sprinterin Mujinga Kambundji. Also haben wir ein Game gebaut, in dem Kinder versuchen, ihren 100-Meter-Rekord zu erbuzzern. Für das Jubiläum der Mobiliar sollte ein Spiel vier Hallensportarten verbinden. Wir haben das Thema «rund» wörtlich genommen: ein rundes Pong im Basketball-Look auf einem runden LED-Tisch.

Wie ein Game entsteht: Beda Binder über das Visana-Game (Vimeo)
In Sekunden verstanden
Am Event hat niemand Zeit für eine Anleitung. Ein gutes Game ist darum in wenigen Sekunden verstanden und sofort spielbar. Beim Mobiliar-Pong steuert jede Person ihre Position mit zwei Arcade-Buttons, links und rechts. Bis zu sechs spielen gleichzeitig und versuchen gemeinsam, die Bälle möglichst lange im Spiel zu halten.
Kooperativ statt gegeneinander, kurze Runden und ein Highscore: So entsteht ein schneller Einstieg und trotzdem die Lust auf eine zweite Runde.
Früh ein Prototyp
Ob sich ein Spiel gut anfühlt, zeigt erst der Test am Objekt. Darum bauen wir früh einen Prototyp, der auf der echten Hardware läuft. Beim Mobiliar-Tisch haben wir Abstände, Höhen und Positionen der Buttons direkt am Tisch ausprobiert, bis die Steuerung intuitiv funktionierte.
Dahinter steht ein Prinzip, nach dem wir alle Projekte planen: Risiko zuerst. Was das Projekt kippen kann, testen wir am Anfang und nicht kurz vor dem Event.

Die Hülle aus der eigenen Werkstatt
Ein Game am Event ist immer auch ein Möbel. Die Hülle muss auffallen, viele Spielrunden aushalten und in einen Transporter passen. Den runden Spieltisch für die Mobiliar haben wir selbst entwickelt und gebaut, mit Fokus auf Stabilität, Transportfähigkeit und einer sauberen Integration des LED-Screens.

Bereit für den Einsatz
Zum Schluss wird aus dem Prototyp ein Gerät, das ohne uns funktioniert. Dazu gehören die Sprachen (das Mobiliar-Game läuft auf Deutsch und Französisch), das Briefing der Promotor:innen, die Logistik und Tests unter echten Bedingungen. Das Visana-Game war einen ganzen Sommer lang an 27 Orten in der Schweiz unterwegs. Das Mobiliar-Game war an allen Finaltagen der vier Hallensportarten und an der Nacht des Hallensports im Einsatz.
Wie lange dauert das, und was kostet es?
Rechne für ein eigens entwickeltes Game mit 6 bis 10 Wochen von der Idee bis zum ersten Einsatz. Mit gebauter Hülle startet ein solches Game bei rund 15’000 Franken. Den Preis bestimmen vor allem Spielmechanik, Programmierung, Technikelemente, Bau, Einsatzdauer und Betreuung vor Ort.
Mehr Beispiele und Formate findest du unter Gamification.